Das offene Fenster

Ein Gedicht von Lisa Nicolis
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Hin und wieder schien es,
ich hätte was aufgebaut,
mal ein Schloss, eine Hütte,
mal nur den Rahmen eines Fensters,
das in die Ferne schaut.

Sah den Sand, wenn ich ihn formte,
meist vom Winde verwehn.
Meine Schlösser, eben wie Zeit,
blieben auch niemals stehn.

Waren aus Sand, selbst der Sand
purer Traum.
Nur dieses Fenster, weit sehend
hinweg über Zeit und Raum,
steht wohl so lang
es mein Leben noch hält.
Ist mein offenes Herz
hin zur Welt.

© Lisa Nicolis

Informationen zum Gedicht: Das offene Fenster

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13.03.2026
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