Das Labyrinth

Ein Gedicht von Jens Ulrich
Das Labyrinth



Wache auf in einem Labyrinth
Mauern,so hoch, das Auge schaut
Die Gänge, sich im Nichts verlieren
Gehe los, weiß nichts vom
Anfang und vom Ende

Biegung nach links und rechts
kein Hinweis wohin sie führen
Plötzlich lichtdurchflutet
öffnet sich das Labyrinth
steh' auf einer großen Kreuzung

Vier Pfeile ich erblicke
jeder in eine Richtung zeigt
Darauf Geschriebenes
sehr gut zu erkennen ist

"Der Weg ist das Ziel"
stand auf dem ersten Pfeil
Auf dem zweiten
"Zu Deinem Seelenort"
und dem dritten
"Alles hat ein Ende"
zu lesen war
der vierte verkündete
"Die Zeit bis zum Paradies"

Ich stand ratlos da
einen Pfad wählen musste
In jeden gehen wollte
Bin gefangen im großen Labyrinth
"Der Entscheidungen"

In meinem Kopf sich Gedanken
zu einem Satz langsam formten
Mein Mund sprach diesen aus
"Alle vier sind mein gesamtes Leben"

Meine Wege, die ich gegangen bin
das Ziel war nie so wichtig
Bewusstes war für mich die Direktive
das Erreichte war Zufriedenheit

Ich wusste wohin ich reisen wollte
Das Meer war immer mein Seelenort
Ich erklomm' so manche Klippe
Die Aussicht "angekommen zu sein"

"Das Paradies" in gelebten Zeiten
erschaffen wir uns und zerstören
Manchmal bewusst, oft unbewusst
Im Heute denkt man zuviel nach

Ich habe die letzten Worte gesprochen
Die vier Wege sich zusammenfügen
Ein neuer Pfad, noch unbeschriftet
das Labyrinth, es ist verschwunden


Entscheidungen fallen oft nicht leicht...







Jwu 68

Informationen zum Gedicht: Das Labyrinth

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08.07.2026
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Jens Ulrich) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.