Das kupferne Herbstlicht
Ein Gedicht von
Robert Späth
Der Herbst wirft sein kupfernes Haar durch die Gassen und zwingt die großen, müden Alleen in einen letzten, wilden Tanz.
Es ist eine Leichtigkeit, die nach feuchter Erde schmeckt, ein Rauschen von tausend goldenen Flügeln, die sich von den Zweigen lösen, um im Wind zu atmen.
Nichts drückt hier schwer auf die Brust, alles fließt in diesem rot brennenden Licht, das durch die Fensterscheiben bricht und die Zimmer in Bernstein taucht.
Die Vögel ziehen in weiten, schwingenden Bögen über die Dächer, und der Himmel ist von jenem reinen, schmerzhaften Blau, das von Weite erzählt.
Die Welt dreht sich leichter, während sie loslässt, eingehüllt in den Duft von reifem Obst und herbstlichem Rauch, schön und flüchtig wie ein Kuss im Vorübergehen
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