Das Glück aber

Ein Gedicht von Hans Hartmut Dr. Karg
Das Glück aber

Viele jagen nach dem glänzenden Gold,
Obwohl überall Kleinodien im Leben liegen,
Denn das Glück ist dauerhaft nur jenen hold,
Die mit Bescheidenheit die Gier kann besiegen.

Der Mensch wird so frei für die Liebesbeziehung,
Kann leichter sein Herz ans Glücke binden,
Wenn er sich getraut in die Nahbemühung,
Mit Worten streichelnd Liebste kann finden.

Freundschaft, Zärtlichkeit kann kein Gold
Jemals dem Träger wahres Leben vermitteln.
Da helfen weder Rat, noch überreicher Sold,
Es lässt sich keine echte Erfüllung herbitteln.

In kultivierter Zweisamkeit als Lebenstraum
Verwirklicht sich, was hold, nicht miefig:
Das Händchenhalten unterm Lindenbaum
Erweitert Horizonte, macht hell und pfiffig.

Denn alles, was wir haben, ist unser Dasein,
Wenn sich freie Seelen tolerant annehmen,
Nicht in Goldbesitze schwelgend müssen sein,
Das würde doch nur ihre Liebreize lähmen.

Natürlich braucht es zum Leben auch Geld,
Denn ohne Lebenssicherung ist alles nichts.
Doch das Glück ist erst dann gut aufgestellt,
Wenn es nach Strahlen sucht – des Seelenlichts.

So ist unser Glück eben nicht nur Zufall,
Nicht nur ruchender, eilender Hamsterlauf.
So bleibt denn ein jeder, Fall auf Fall,
Seines Glückes Schmied: Also, Glückauf!


©Hans Hartmut Karg
2022

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Informationen zum Gedicht: Das Glück aber

19 mal gelesen
22.06.2022
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Hans Hartmut Dr. Karg) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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