Das erste Licht

Ein Gedicht von Max Vödisch
Ein neuer Tag beginnt, noch unberührt und weit,
der frühe Wind verweht den Staub der Dunkelheit.
Stille füllt den Glanz, die Welt hält den Atem an,
weil im hellen Schein das Werden neu begann.

Das Gold der Sonne bricht sich sacht im kalten Glas,
ein Funkeln fängt sich fern im nassgeschmiegten Gras.
Gesegnet sei die Kraft, die jeden Keim erhebt
und leise durch die Zeit ihr stilles Muster webt.

Das Licht gehört nun mir, ich atme tief und frei,
als ob die schwere Nacht schon längst vergangen sei.
Was gestern noch bedrängte, verliert sich im Gesicht,
denn jeder Herzschlag findet neu sein Gleichgewicht.

Der Morgen ist erwacht, ein unbeschriebenes Blatt,
das für die müde Seele neue Hoffnung hat.
Gepriesen sei der Weg, der vor mir offen liegt,
weil jeder neue Tag den Stillstand in uns besiegt.

Informationen zum Gedicht: Das erste Licht

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30.01.2026
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Max Vödisch) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.