Das Bettlerleben

Ein Gedicht von Waltraud Dechantsreiter
Manch einer, will nicht wissen, was in ein paar Stunden ist,
das Jetzt, der Augenblick zu Leben, für ihn schon schwierig ist.

Ans Gestern denken fällt nicht mehr schwer,
die Last des vergangenen Tages zehrt nicht mehr.

Auf Morgen will er gar nicht Hoffen,
alles Sehnen auf etwas Gutem davongeflossen.

Er ist schon froh, wenn er den Tag überlebt,
der Bettler am Abend vor keinem Haus steht.
Er sucht sich einen neuen Platz zum Schlafen,
das Träumen hat er verlernt, früher hat er noch gerne die Sterne gezählt.

Er nennt nichts sein Eigentum, ist frei
er hofft nur, jeder Tag geht irgendwie vorbei.

Informationen zum Gedicht: Das Bettlerleben

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11.09.2012
Das Gedicht darf weder kopiert noch veröffentlicht werden.
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