Container Terminal Altenwerder Morgens, 6:00 Uhr

Ein Gedicht von Chandrika Wolkenstein
Im Nebel wird umgeladen, sortiert, verschoben.
Riesige Kräne, Giraffen aus Stahl,
greifen ins Grau nach einem festen Takt.
Fahrzeuge kreisen- ameisengleich-
auf vorgegebenen Routen.
Container rücken eng zusammen
wie Schildkröten auf kaltem Beton.
Alles ist in Bewegung, irgendwie unterwegs.
Alles wird gestapelt, versiegelt, nummeriert.
Alles wird überwacht, verbucht, registriert.
Träume, Wünsche und Sehnsüchte.
Der Hafen verschifft sie alle,
weltweit, effizient, reibungslos.

Informationen zum Gedicht: Container Terminal Altenwerder Morgens, 6:00 Uhr

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25.01.2026
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Chandrika Wolkenstein) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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