Blumen aus Lärm

Ein Gedicht von Chandrika Wolkenstein
Zuerst ist da nur
das Warten,
eine Stille
mit angehaltenem Puls.

Dann schießt Licht hoch
in Stößen.
Kurze Architekturen
aus Hitze
schneller als ein Gedanke.

Blumen aus Lärm,
rote Kränze mit heißen Rändern
ein Garten,
der nur im Fallen blüht.

Für Sekunden
hat der Himmel
Hände.
Er wirft Gold
über Dächer,
über Augen,
über die kalten Flaschen
am Rand des Platzes.

Niemand besitzt dieses Leuchten,
es gehört nicht einmal sich selbst.

Kaum geboren
beginnt es
zu verschwinden,

und gerade deshalb
sehen wir hin.

Informationen zum Gedicht: Blumen aus Lärm

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24.05.2026
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