Blickkontakt

Ein Gedicht von Wolf-Rüdiger Guthmann
Ach Mädchen, du süße Maus,
geh doch mal zum Tor hinaus.
Laufe in die große Stadt,
wo es schöne Männer hat.

Bummle durch das Einkaufscentrum
und schau dich nach einem um.
Einem, der gleich stehen blieb,
weil der zweite Blick ihn trieb.

Lächle, wenn er dich mustert,
weil schon seine Hose plustert.
Winke ihm mit deinen Augen,
lass ihn deine Schönheit saugen.

Lädt er dich nicht selber ein,
gehe in ein Café hinein.
Setz dich wo zwei Plätze frei
und schiel zu ihm, nebenbei.

Wünscht er sich ein Date mit dir
sitzt er plötzlich auch noch hier.
Du betrachtest diesen Mann
bis der fängt zu reden an.

Seine Stimme dir behagt,
du vergisst gleich was er sagt.
Wenn er die erste Frage stellt,
dein Gesicht sich rot erhellt.

Er wird fragen: „ Schöne Frau,
ihre Augen sind so blau.
Sind blau wie das Himmelszelt,
sind sie allein auf dieser Welt?

Ich möchte gern sie unterhalten,
den heutigen Abend ihnen gestalten.
Lassen sie nach dem Kaffeetrinken
nach einer Taxe uns dann winken.

Ich sehe gern bei diesem Wetter
die bunte Laubfärbung der Blätter.
Doch allein kann man nicht plauschen,
da hört man nur das Blätterrauschen.

Machen sie bitte nur
mit mir eine Landherbsttour.
Dabei lernen wir uns kennen,
passt es nicht, können wir uns trennen.“

Mädchen sieh in seine Augen,
ob die Worte und Blicke taugen.
Ist die Sympathie sehr nah,
sag mit Herz und Seele ja.

16.10.2019 © Wolf-Rüdiger Guthmann

Informationen zum Gedicht: Blickkontakt

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16.10.2019
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Wolf-Rüdiger Guthmann) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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