Bleib doch

Ein Gedicht von Chandrika Wolkenstein
Wie Lippen, die sich fast berühren,
wie ein charmantes Lächeln im Vorübergehen,
wie ein süßer Duft, den wir im Abgang spüren,
wie ein zu kurzes, scheues Wiedersehen
ist das gnadenlose Davongleiten der Zeit.
Dies einfach hinzunehmen war ich nie bereit.
Sekunden blühen auf und fallen zusammen.
Was schön war, tat so weh im Gehen.
Ich blieb zurück und zählte meine Schrammen
Die goldenen Augenblicke starben im Verwehen.
Ich wollte sie doch so gern für mich bewahren.
In meinen Händen trug ich sie wie Schnee.
Ich wollt‘ die leisen Wunder um mich scharen.
Sie schmolzen alle fort in meiner Näh.

Informationen zum Gedicht: Bleib doch

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13.01.2026
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Chandrika Wolkenstein) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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