Bitte treten Sie ein

Ein Gedicht von Chandrika Wolkenstein
Bitte treten Sie ein
in das Innere
meiner Gedichte.

Von außen sind sie nur
dunkle Scheiben,
bemalt mit Andeutungen,
Schatten
und einem Licht,
das sich nicht verrät.

Wer nur vorbeigeht,
sieht nichts als Glas.
Vielleicht ein Muster,
vielleicht auch nur Staub.

Doch wer stehen bleibt,
spürt,
hier ist etwas,
das Geduld fordert.

Man muss sich einlassen,
nicht greifen,
den Drang zur Deutung
dämpfen.

Die Schönheit der Lyrik
ist kein Schaufenster.
Sie ist ein stiller Raum.
Erst von innen beginnen
die Farben zu leuchten.

Informationen zum Gedicht: Bitte treten Sie ein

06.02.2026
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