Bevor mein Ich von dannen zieht
Ein Gedicht von
Horst Hesche
Wenn ich am Ende meiner Tage
mit mir selber zu Gerichte geh',
in welche Richtung kippt dann die Waage?
Fahr ich zur Hölle? Ojemine!
Zu Frauen war ich immer nett!
Da gab es nie jedwede Klagen!
Ich war sehr lieb und stets adrett,
dass Frauenherzen gleich viel lauter schlagen!
Auf Arbeit war ich nicht ganz so!
Ich konnte Vorgesetzte niemals leiden!
Die war'n dann ohne mich ganz froh.
Ich wollte immer selbst entscheiden!
Mit Gott gab's keine Schwierigkeiten!
Der war so gut und blieb mir fern.
Da braucht er nicht mit mir zu streiten.
Ich grüße ihn und hab ihn gern!
So geh' ich dann in aller Stille,
in Demut und Zufriedenheit.
Zu allem noch mein letzter Wille:
„Bleibt froh und lieb für alle Zeit!“
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