Begegnung im Speisewagen

Ein Gedicht von Gudrun Nagel-Wiemer
Ich schaue nach einem freien Tisch,
möchte nur kurz zu Abend essen.
Bei eins, zwei Gläschen Rotwein,
den öden Alltagsstress vergessen.

Du nimmst den Platz mir gegenüber,
schaust in die alte Speisekarte.
Ich riskiere einen kurzen Blick,
während ich auf den Kellner warte.

Mich faszinieren deine Augen,
- mag deine Grübchen im Gesicht.
Deine Haare glänzen golden,
wenn das Licht sich darin bricht.

Du hast muskulöse Arme.
Sieht stark nach Hanteltraining aus.
Interessant, wie du dich kleidest,
dein Hemd schaut aus der Hose raus.

Der Kellner bringt mir meinen Rotwein
und gießt mir auch ein Gläschen ein.
Vielleicht bist du sogar romantisch?
Dann könntest du der Jackpot sein.

Dein Handy reißt mich aus meinen Träumen.
So langsam sehe ich wieder klar.
Du grinst mich an und sprichst ganz leise:
"Hallo Schatz, ich bin gleich da."

Informationen zum Gedicht: Begegnung im Speisewagen

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25.05.2026
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Gudrun Nagel-Wiemer) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.