Ball der Irren

Ein Gedicht von Chandrika Wolkenstein
In dieser fahl erleuchteten Stunde
wiegen wir uns wehrlos,
dem Charme der begehrlichen Musik ergeben,
schmiegen wir uns schwerelos
an eine mühselig gewundene Melodie.

Dieser regelmäßige Rhythmus tut uns gut
in erschütternden Zeiten.
Er hält uns bei Laune.
Er hält die Stimmen weich.
Er hält die Katastrophen auf Abstand.

Wir tanzen,
als ließe sich alles
mit Haltung lösen.

Hoffentlich verderben uns die Toten
nicht den Sommer.

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Informationen zum Gedicht: Ball der Irren

14.02.2026
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