Aufregung im Gänsestall

Ein Gedicht von Gudrun Nagel-Wiemer
Geschnatter in Meyers Gänse-Stall,
- die Aufregung hört man überall.
Im November gibt's den Martinstag,
den keiner von den Gänsen mag.

Am liebsten würden sie jetzt fliehen
und noch rasch gen Süden ziehen.
Die Chance hätten sie gern genutzt,
- doch ihre Federn sind gestutzt.

Jedes Jahr dieses Hoffen, Bangen,
sie fühlen sich bedroht, gefangen.
Der Heilige Martin wäre empört,
hätte er von der Tradition gehört.

Vielleicht ist es noch nicht zu spät.
"Freunde, wir setzen jetzt auf Diät...
Wenn wir kein gutes Mahl ergeben,
lassen sie uns vielleicht am Leben."

Der dickste Erpel schreitet ein.
"Der Vorschlag ist wirklich gemein.
Ich genieße meine letzten Tage,
Diät kommt für mich nicht in Frage."

Informationen zum Gedicht: Aufregung im Gänsestall

23.10.2026
4 mal gelesen
Danke für deine Rückmeldung.
Dieses Gedicht hat 1 Leser gefallen und 0 Leser berührt.
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Gudrun Nagel-Wiemer) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.