Auch das Genießen
Auch das Genießen
Auch das Genießen will gelernt sein,
Lässt uns im Leben nicht einsam sein:
Genüsse, die wir als angenehm auffassen,
Können wir in Freiheit durchaus zulassen.
Soweit das nicht in Sucht ausartet,
Man sich selbst Gutes aufwartet,
Wird die Lebenslinie bunt gemalt,
Damit sie sanft Seelen bestrahlt.
Hätten Tyrannen das Genießen gelernt,
Wären auch sie fürs Feiern offen besternt,
Denn wer sich dabei genussselig verführt,
Der weiß, wie Lebensfreude man erspürt.
Gemütsmenschen können privat genießen,
Sehen, wie und wo Freuden auszugießen,
Halten sich mit Freunden auf in deren Nähen,
Wohl wissend, wie man Welthoffnung darf säen.
©Hans Hartmut Karg
2026
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