Asphalt und Freiheit
Ein Gedicht von
Max Vödisch
Der Motor grollt in der kühlen Nacht,
ein dunkler Puls aus Eisen und Benzin.
Wir tragen das ferne Leuchten sacht
und spüren die Sehnsucht, die Wege ziehn.
Kein Gestern hält uns mit stummer Hand,
die Reifen trinken das graue Band.
Wir lassen den Staub und den müden Rand
zurück in dem schlafenden Land.
Der Wind schreibt Lieder auf unser Gesicht,
aus Freiheit, Salz und dem Duft von Gefahr.
Wir brauchen zum Leben kein künstliches Licht,
wir sind, wer wir sind – und uns selber so wahr.
Bis der Morgen den Horizont rot berührt
und die Sonne die Schatten der Nacht zerbricht,
haben wir tief die Unendlichkeit gespürt –
und das Ende der Straße fürchten wir nicht.
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