An der Bushaltestelle

Ein Gedicht von Ingrid Bezold
Sie wartet friedlich auf der Bank,
wie jeden Tag um diese Zeit.
Trotzt Stimmenwirrwarr, Lärm, Gestank -
trägt Strohhut und ihr blaues Kleid.

Der Stadtbus fährt ganz langsam ein.
Sie lacht den Fahrer freundlich an.
Er fährt. Sie sitzt noch da – allein,
nickt Menschen zu, so dann und wann...

...und ihre Augen leuchten jung.
Es ist, als wollte sie ´was sagen -
lebt still in der Erinnerung,
aus glücklichen, erfüllten Tagen.

Nach ein paar Stunden geht sie heim.
Das Laufen fällt ihr manchmal schwer.
Sie möchte wieder bei IHM sein.
Bis dahin kommt sie täglich her.

*
(C) Ingrid Bezold

Informationen zum Gedicht: An der Bushaltestelle

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15.04.2026
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