Am Main entlang

Ein Gedicht von Roman Herberth
Der Sonntag wird am Main spazieren,
mit Kind und Kegel, Mann und Maus.
Es geht ihm gar nichts an die Nieren.
Selbst auf der Leber, keine Laus.

Gefüttert werden ein paar Schwäne,
ein Blesshuhn und ein Entenpaar.
Sie zeigen Schnäbel, anstatt Zähne.
Im Anflug, eine Möwenschar.

Der Sonntag zieht gelassen weiter.
Er sichtet, was ins Auge sticht.
Das Wetter, glockenhell und heiter,
kein Regenschauer ist in Sicht.

Man kann sich wunderbar erholen
beim Stolpern über Stock und Stein.
Und so zu handeln, wird empfohlen.
Fast jeder lässt sich darauf ein.

Den Sonntag kann man voll genießen,
doch Däumchen hat man nicht gedreht.
Nun wird man bald den Tag beschließen,
Man nimmt sich kurz noch ins Gebet.

Informationen zum Gedicht: Am Main entlang

513 mal gelesen
26.05.2014
Das Gedicht darf nur mit einer Erlaubnis des Autoren kopiert oder veröffentlicht werden. Jetzt Anfrage stellen.
Anzeige