Altersschwäche

Ein Gedicht von Ingrid Baumgart-Fütterer
Der gebrechliche Mann ist vergreist,
die dritten Zähne er zusammenbeißt
trotz Schmerzen versucht er zu gehen,
obwohl er so gut wie nicht kann stehen.

In Trippelschritten er vorwärts geht,
seine Pflegekraft ihm zur Seite steht
es knackt und kracht in den Gelenken,
seine Knie sich bedenklich tief senken.

Im Stress vertiefen sich seine Falten,
er kann sich kaum auf den Beinen halten
ein Keuchen entringt sich seiner Brust,
zum Weitergehen hat er keine Lust.

Taumelnd knickt er ein und stolpert kurz
vermeidet mit knapper Not einen Sturz,
landet gottlob auf der Matratze,
mit Schnurren belohnt ihn seine Katze.

Informationen zum Gedicht: Altersschwäche

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01.12.2016
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Ingrid Baumgart-Fütterer) für private und kommerzielle Zwecke frei verwendet werden.
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