Alte Briefe

Ein Gedicht von Helga
Leis raschelt`s zwischen meinen Fingern,
wenn ich sie sacht beweg;
ich ordne alte Blätter, lese, staune,
Zeilen, die mich tief berühren,
während ich im Geiste schweb.

Ein Geschichtsbild offenbart sich
aus Städten, Menschen und Gedanken-
Zeugen einer längst vergangenen Zeit;
vor mir öffnen sich Jahrhundertschranken.

Ich lese dort von Liebe, spüre Angst,
seh Menschen ohne Heimatort,
fühl Panik, Not und stilles Elend -
im Herzen lebt Erinnerung fort.

Noch einmal schau ich auf die Post der Ahnen ,
glätte jedes Blatt mit meiner Hand,
verwahre sie an ihrem alten Platze,
wo ich die verlorne Zeit einst fand.

Informationen zum Gedicht: Alte Briefe

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13.07.2026
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