Ärger auf dem Olymp

Ein Gedicht von Hans Witteborg
Ärger auf dem Olymp

Hermes ist der Gott der Diebe,
fliegt mit seinem Flügelhelm
da ,wo er in dem Land der Liebe
Herzen stehlen kann, der Schelm

Nicht nach Gold oder Geschmeide
steht sein Sinnen oder Trachten.
Amor ist erbost, denn beide
zur selben Zeit das Gleiche dachten.

Ersterem geht `s um Triumphe,
Herzen sind ihm ganz egal.
Letzterem hält jene stumpfe
Gefühlswelt des Hermes für fatal.

Wo kein Herz mehr, ist kein Ziel.
Amors Pfeile treffen nicht.
Liebe steht so auf dem Spiel,
was traurig ist aus Amors Sicht!

Deshalb können diese Beiden,
gleichwohl sie offenbar verwandt
sich bis auf den Tod nicht leiden,
was auf dem Olymp bekannt.

Zeus, der Schwierigkeiten hasst,
mit Hera hat er schon genug,
hat Hermes aus dem Job geschasst.
Zweifelsfrei war das nicht klug!

Hermes widmet sich seitdem
offenbar der Kaufmann-Schaft,
braucht sich nicht ändern oder schäm`
er weiß am besten wie man rafft!

Informationen zum Gedicht: Ärger auf dem Olymp

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11.01.2020
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Hans Witteborg) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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