Abschied - die Zeit drängt -

Ein Gedicht von Ingrid Baumgart-Fütterer
Sie küsst sanft seine violett
verfärbten, kalten Lippen,
seine spitz hervorragende Nase,
streichelt sein wächsernes Gesicht
mit den eingefallenen Wangen,
lässt ihren Blick ruhen auf
seinen eingesunkenen Augäpfeln.
Für immer verstummt,
seine Stimme, sein Herzschlag,
kein Lächeln erhellt mehr
seine markanten Gesichtszüge,
kein Atem hebt mehr seine Brust.
Die Eiseskälte seiner Haut
lässt sie frösteln, innerlich erstarren.
Unter seiner gelbblassen, Haut,
tritt sein Totenschädel immer
deutlicher hervor und gemahnt
an die Endlichkeit des Seins.
Der Geruch des Todes dringt
in Nase, Lungen ein – höchste Zeit,
endgültig Abschied zu nehmen.

Informationen zum Gedicht: Abschied - die Zeit drängt -

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Tod
15.02.2026
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Ingrid Baumgart-Fütterer) für private und kommerzielle Zwecke frei verwendet werden.