Abschied

Ein Gedicht von Gudrun Nagel-Wiemer
Sie liegt im Bett und atmet.
Erkennen kann sie ihn nicht.
Er schaut ihr in die Augen,
hat Tränen im Gesicht.

So geht das nun seit Wochen,
fast täglich kommt er her.
Er glaubt auch nicht an Wunder,
- sein Leben ist so leer.

"Wie geht es denn jetzt weiter?",
hat er den Arzt gefragt.
"Sie müssen Abschied nehmen",
hat er ihm heut´ gesagt.

Sie war die Liebe seines Lebens.
Warum muss es so enden...
Er trug sie doch, sein Leben lang,
im Herzen und auf Händen.

Die Rosen sind verblüht,
die auf dem Nachtisch stehen.
Er küsst sie noch zum Abschied.
"Wir werden uns wiedersehen."

Informationen zum Gedicht: Abschied

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18.03.2026
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