Abendruhe

Ein Gedicht von Katzenovia
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Der Himmel dämmert schon in zarten Tönen,
in seinen Schein schmiegt sich das Abendrot
wie Himbeerkonfitüre auf das Brot,
als wolle er die letzten Stunden krönen.

Es scheint, als möchte sich der Tag versöhnen;
wenn auf dem Tisch die Müdigkeit noch liegt,
der letzte Tropfen Kraft im Glas versiegt,
will er nur still den Mußestunden frönen.

Hat man sich dieser Ruhe hingegeben,
lässt auch die Schwere der Gedanken nach,
verblasst ist bald das tägliche Bestreben.

Gefühle in die Leichtigkeit entschweben,
man fragt sich nicht mehr was noch kommt danach,
erinnert sich nur, was es heißt, zu leben.


15.04.2026 © rewey

Informationen zum Gedicht: Abendruhe

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16.04.2026
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