Werte und Sinnestrug
Ewiger Fluss,
Quelle vor Schöpfung Kraft,
Keim der Geburt,
die Daseinswandel schafft.
Kindheit, so unberührt und frei,
zart weht der Frühlingswind,
im jungen Mai,
wo bald der Sommer webt,
am Jugendtraum,
der Wunsch sein Zepter hebt,
an Sturm und Dranges Saum.
Herbstbunt, im wilden Flug,
es wachsen Leidenschaft,
Werte und Sinnestrug.
Standhaft im Wandel
stets zum Kampf bereit,
des Weges Handel,
wechselt oft sein Kleid.
Winters Frost, Tatendrang erstarrt,
es platzen Knoten,
die im Schein verharrt.
Erinnerung noch,
die Mündung weist zum Meer.
Dann schweigt die Zeit,
und jedes Bild wird leer.