Kirchgang der Frömmelei Teil 1

Ein Gedicht von Waltraud Dechantsreiter
Beim Kirchgang der Frömmelei,
sind die Scheinheiligen immer dabei.
Was gibt es Neues, mit Garantie,
ist alles Gehörte ein Gewinn, wie in der Lotterie.

Die Augen, sie rollen,
ihre Gedanken grollen.
Sie spüren, der frommen Hirt,
die Predigt nicht so schnell, beenden wird.

Beim Gebet bleiben die Augen offen
und die Scheinheiligen hoffen,
alles zu sehen,
bevor sie aus dem Gotteshaus gehen.

Wie eine aufgeladene Batterie,
in ihrer Bigotterie,
ist ihr neu erworbenes Wissen,
gut für den nächsten Plausch, im Treppenhaus.

Dort stehen sie, wie auf der Galerie
und tratschen alles besserwissend aus.

Informationen zum Gedicht: Kirchgang der Frömmelei Teil 1

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22.06.2016
Das Gedicht darf weder kopiert noch veröffentlicht werden.
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