Ein Himmelsbrief an mich

Ein Gedicht von Waltraud Dechantsreiter
Mir war nicht behaglich, gar unheimlich,
als ich den Absender sah.
Himmelspforte- Sternenplatz-
und ich las bedenklich jeden Satz.

Hallo Waltraud,
du weißt- deine Erdenzeit währt nicht ewiglich,
deine Lebenszeit war recht dienlich,
doch jetzt bist du entbehrlich.

Wir wissen, du weigerst dich beharrlich
und es ist fraglich,
ob du unsere Bitte verstehst.
Doch du gehst!
Melde dich am Himmelstor,
Petrus erwartet dich, steht freudig davor.

Unsere Bitte ist unwiderruflich
und ich-finde es unglaublich, gar abscheulich,
mich so zu schockieren.
Ich bin hier nicht abkömmlich,
dieses Eingreifen in meine Privatsphäre einfach schändlich.

Merke dir Waltraud,
Petrus ist unbestechlich und nicht vergesslich.

Naja,
ich werde mich dem Willen des Herren beugen,
mir mal die Himmelswelt ansehen.
Kann ja wieder gehen
und komme als neugeborenes Baby zurück.

Was habe ich für ein Glück.

Informationen zum Gedicht: Ein Himmelsbrief an mich

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30.08.2019
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