dissuziationen

Ein Gedicht von Silli Conrad
es nähert sich ein dunkler Schleier zu meiner seele,
will versuchen den mit aller kraft weg zu halten,
doch ich merke wie ich mich quäle,
in meinem gesicht straffen sich die falten.

irgendwas zieht mich immer tiefer in mich rein,
alles ist so verschwommen so weit weg,
ich spüre kaum noch ein bein,
ich kann mich nicht halten auf deck.

so langsam verstummt alles um mich herum,
die lautesten geräusche verblassen immer mehr,
in mir drin ist alles nur noch stumm,
das beängstigt einen sehr.

bin nun gefangen ganz tief in mir drin,
umgeben von all den bildern im meinem kopf
jede annäherung hat keinen sinn,
zu voll ist nun der topf.

diese stunden der abwesenheit machen mich noch krank,
zu wissen das ich einfach nichts mehr merke,
es ist so unheimlich so ewig lang,
es ist verschwunden jede hoffnung meiner werke.

meine seele hat mein hirn runter gefahren,
um nix mehr zu fühlen oder zu spüren,
doch diese art an koma kann ich nicht lange bewahren,
ich muss mich wieder nach oben führen.

der weg nach oben ist steinig und schwer,
kann mich kaum auf den beinen halten,
ich fühle mich innerlich so leer,
beim aufstieg plötzlich alle gefühle aufeinander prallten.

aus dem dunklen,tiefen inneren nach aussen zu gelangen ist echt nicht leicht,
die angst dann die fassung zu verlieren sehr gross,
jemand da der mir seine hand reicht,
was mache ich nur bloß??????

Informationen zum Gedicht: dissuziationen

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30.10.2014
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