Spätmodern

Ein Gedicht von Reinhold Welter
Imponieren
lassen wir uns
durch Maschinen und
wollen den Glauben
an den Fortschritt
nicht verlieren, immer weiter
Neues zu erringen, stehen die Zeichen
unverkennbar auch auf Sturm,
hatten wir doch bisher immer,
allen Widrigkeiten zum Trotz Glück,
zahlreich auferstanden aus Ruinen,
kamen stärker als zuvor zurück,
bis zum Überfluss bedürfnisbefriedigt,
gleiten übers Wasser und hinunter,
fliegen durch die Lüfte in die Ferne,
operieren tief im Körperinneren,
zünden die Raketen zur Zerstörung und
hoch hinaus in das Universum,
surfen endlos in den Weiten des Netzes
und schwadronieren.

Informationen zum Gedicht: Spätmodern

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04.11.2025
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Reinhold Welter) für private und kommerzielle Zwecke frei verwendet werden.