Gebannt

Ein Gedicht von Reinhold Welter
Wer quält und zwingt sich heute nicht,
wer martert sich nicht selber?
Tagtäglich ruft doch meist die Pflicht.
Da mästen wir die Kälber.

Die Glocke früh zum Einsatz schrillt.
Bewegung greift nun um sich,
die Straßen lärmend überfüllt,
die Lüfte schwitzig-dunstig.

Wir bringen unser Opfer ein,
nicht ohne Kalkül im Kopfe,
als würds ne Lebensversichrung sein.
Nur fehlt die Klausel zum Rücktritt.

Informationen zum Gedicht: Gebannt

28.06.2026
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