Machtlos (Für die Hochwasseropfer)

Ein Gedicht von Norbert Van Tiggelen
Weggeschwemmt sind kühnste Träume
gnadenlos mit einem Schlag.
Herzblut rinnt den Bach hinunter,
sinnlos waren Müh’ und Plag’.

Tränen stehen in den Augen,
Opfer starren fassungslos.
Gaffer gaffen auf das Unheil -
was sind das für Menschen bloß?

Machtlos steht man vor den Trümmern,
gnadenlose Wut und Pein.
Depressionen stellen Fragen:
Herrgott, was wird morgen sein?

"Hilft der Staat uns wie versprochen?",
fragt man oft nicht ohne Grund.
Ungewissheit in den Köpfen
quält zudem manch schwere Stund’.

Fortgespült sind Existenzen,
arg lädiert manch Hab und Gut.
In Gedanken sind wir bei euch –
bis das Unheil wieder ruht.

©Norbert van Tiggelen

Informationen zum Gedicht: Machtlos (Für die Hochwasseropfer)

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10.06.2013
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Norbert Van Tiggelen) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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