Hexenschmaus

Ein Gedicht von Norbert Van Tiggelen
Wenn Hexen kochen, wird’s famos,
dann ist im Kochtopf schwer was los!
Denn manche Zutat, glaubt es mir,
schmeckt wie gebrauchtes Klopapier.

Sie würzen gern mit Unkenkotze,
Ohrenschmalz und Lamarotze,
Spatzenhirn und Schneckenschleim,
Kruste von `nem Raucherbein.

Weißes Blut und Knochenstaub,
Fingernägel, faules Laub,
Schenkel einer Kakerlake,
Warzeneiter, Flitzekacke.

Schlangenhaut mit altem Lauch,
Schuppenflechtenkruste auch,
Fliegenbein und Greisenhaar,
Nasenschleim vom Dromedar.

Wenn Du schnüffelst die Gerüche,
plagen Dich prompt Schweißausbrüche.
Nimmst Du dann noch einen Bissen,
geht es Dir direkt beschissen.

©Norbert van Tiggelen

Informationen zum Gedicht: Hexenschmaus

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26.10.2014
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Norbert Van Tiggelen) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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