Hexenfeuereintopf

Ein Gedicht von Norbert Van Tiggelen
Zwei verweste Hühnerkrallen
brutzelt man in Krötenschleim;
ein paar Kräuter zu denselben –
die sind aber streng geheim!

Nach verhexten fünf Minuten
gibt man sie in einen Topf
mit erhitzter Teufelsspucke,
Fledermaus und Schlangenkopf.

Dann nach etwa vier Minuten
fügt man Rosmarin hinzu,
ein paar graue Fliegenwimpern
und den Stuhlgang einer Kuh.

Ganz zum Schluss drei Fliegenpilze,
modrig faul und transparent;
dazu ein paar Chilischoten,
dass die Kiste mächtig brennt.

Sollte etwas übrigbleiben,
macht euch keine Grübelei‘n.
Dieses Zeug dient auch als Treibstoff
für das Hexen-Beselein.

©Norbert van Tiggelen 02/2017

Informationen zum Gedicht: Hexenfeuereintopf

2.037 mal gelesen
(Eine Person hat das Gedicht bewertet. Der Durchschnitt beträgt 5,0 von 5 Sternen)
-
03.11.2017
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Norbert Van Tiggelen) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
Anzeige