Eigener Dreck

Ein Gedicht von Norbert Van Tiggelen
Oftmals reden Menschen gerne
über Seelen Schund und Dreck,
meinen, vor der eignen Türe
sieht man nicht den kleinsten Fleck.

Doch der Schmutz liegt dort nicht selten
meterhoch und auch so breit;
täglich steigen sie dort drüber,
ist für sie 'ne Kleinigkeit.

Kämen solche üblen Menschen
nicht aus ihrer Wohnung raus,
weil der eigne Dreck sie hindert,
gäb’ ich dafür laut Applaus.

Diese dreisten, schlechten Seelen
achten nicht auf ihren Mist,
wichtig ist für sie dagegen,
zu verbreiten Streit und Zwist.

©Norbert van Tiggelen

Informationen zum Gedicht: Eigener Dreck

24.06.2013
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