"Justizie Bavaria"

Ein Gedicht von Michael Böck
Gestern stand ich, anfangs cool
im Amtsgericht vorm Richterstuhl
der Staatsanwalt erhob die Stimme
"schon wieder sie, ich glaub ich spinne"

Der Richter hat Recht laut erklärt
was ich doch für`n Verbrecher wär
"Ich kann ihnen bei Gott versichern
für sie gibts heute nix zu kichern!"

Mein Anwalt sprach "Hohes Gericht-
sooo schlimm ist mein Mandant garnicht"-
"seht ihn euch an er wirkt betroffen
und seine Sünden legt er offen!"

Herr Staatsanwalt begann zu keifen
"Den Lumpenhund werd ich mir greifen,
sogar der Laie klar erkennt...
dort sitzt ein Rauchgraß Konsument!"

Ich lehnte mich weit aus dem Fenster
indem ich sprach "Sie sehn Gespenster-
noch niemals nie nicht nahm ich Drogen.
das ham sie sich schön hingebogen"

Der Richter sah mich lange an
rieb sich die Stirn und sagte dann
"Wie gern würd ich nach Hause gehn-
Herr Böck.. wie wärs wenn sie gestehn?"

Brav gab ich antwort :"Guter Mann,
genau das ist`s was ich nicht kann-
ists auch ne Probe der Geduld
mich trifft hier ehrlich keine Schuld!"

Half alles nix, man sah es kommen
die Freiheit hat man mir genommen
letztendlich hab auch ich`s begriffen
in Bayern darf man halt nicht kiffen!

So sitz ich jetzt hier ganz allein
im weit bekannten Stadelheim
Da zwingt man mich zum Wand anstiern
und nennt das: Resozialiseren :)

Jonathan

Informationen zum Gedicht: "Justizie Bavaria"

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(3 Personen haben das Gedicht bewertet. Der Durchschnitt beträgt 3,7 von 5 Sternen)
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19.08.2011
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