Traumjob

Ein Gedicht von Michael Adamitzki
Ein alter Mann, der ließ mich wissen:
„Du hast beim Sensenmann verschissen.
Du hast den Dürren stets gelinkt.
Was glaubst du, wie dem Kerl das stinkt.

Nun hockt den ganzen Tag er stumm,
bei uns ganz tatenlos herum.
Die ganze Arbeit, die bleibt liegen,
es sterben nicht mal mehr die Fliegen.“

Da schlägt mir mein Gewissen laut,
hab ich da vielleicht Mist gebaut?
Drum frage ich den Tattergreis,
ob er mir denn nen Ausweg weiß.

“Du bist doch ein recht heller Kopp,
bewerbe dich doch um den Job.
Ich glaub, die Chance wär sehr groß
und wir wären den Trottel los.“

Ganz ehrlich, so sprach er zu mir,
das ist jetzt her der Tage vier.
Ich weiß nicht, ob ich`s glauben soll,
doch diesen Job, ich fänd ihn toll.

Informationen zum Gedicht: Traumjob

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17.01.2016
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