Schwäbischer Erfinder die vierte

Ein Gedicht von Michael Adamitzki
Da ich sehr klug bin, sehr gescheit
Und außerdem war`s an der Zeit,
erfand ich, da haut es euch hin,
fürs Brötchen schmieren ne Maschin.

Leg den Wecken auf den Teller,
schließ ihn an, an den Propeller.
Drücke nun fest den Starterknopf,
schon geht er auf, der Buttertopf.

Kleine Säge, Antrieb Seile,
macht aus einem nun zwei Teile.
Achte drauf, dass nichts verkeilt,
sonst wird das Brötchen nicht geteilt.

Jetzt müssen beide Hälften sitzen,
denn es fängt Butter an zu spritzen.
Benütz das Hebelchen zum Schließen,
schon kannst dein Brötchen du genießen.

Mein Weib hat sich das Drum besehen,
sie meint: “Ich kann es nicht verstehen.
Sag mir mein Freund, wär es nicht besser,
man nähm dazu ein simples Messer?“

Informationen zum Gedicht: Schwäbischer Erfinder die vierte

527 mal gelesen
(2 Personen haben das Gedicht bewertet. Der Durchschnitt beträgt 3,0 von 5 Sternen)
-
26.05.2016
Das Gedicht darf nur mit einer Erlaubnis des Autoren kopiert oder veröffentlicht werden. Jetzt Anfrage stellen.
Anzeige