Schon wieder Eisbein

Ein Gedicht von Michael Adamitzki
Ich lieg im Bett, recht müd und brav,
so langsam fall ich in den Schlaf.
Da tönt von links, laut dass es schallt:
“Schatz, meine Füße sind eiskalt.
Darf ich sie, will dich nicht schrecken,
unter deine Decke stecken?“

Fragt wer so lieb, da gibt`s kein nee,
man sagt nur freilich und o.k.
Darauf da ist sie hocherfreut,
nur ich hab das o.k. bereut.
Das Herz bleibt stehen von dem Schock,
zu mehr aufwärmen fehlt der Bock.

Doch sie schaut an mich liebevoll,
sie fragt mich: “Fändest du es toll,
wenn morgen auf dem Mittagstisch,
ein Eisbein steht, ganz zart und frisch?“
“Ein Steak“, mein ich zu ihr ganz sacht,
“das Eisbein hab ich heut Nacht.“

Informationen zum Gedicht: Schon wieder Eisbein

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29.08.2009
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