Plattfüße

Ein Gedicht von Michael Adamitzki
Sie hat traumhaft schöne Beine,
ihre Füße, zierlich kleine.
Doch ihre Augen blitzen bös.
Da will ich wissen: “Warum dös?“

“Weißt du“, sie streicht sich ne Strähne,
aus der Stirn von ihrer Mähne,
“ich hab nen Plattfuß“, tut sie kund.
Nun schau ich abwärts, sage: “Und?

Damit wir uns korrekt verstehn,
das habe ich noch nie gesehn.
Die Beine, die sind doch ein Traum!“
Sie antwortet, ich glaub es kaum:

“Du bist ein Depp, sagt dir dein Madel,
ich mein nicht mich, ich mein am Radel.
Weil‘ s außerdem mir sehr pressiert,
wird‘ s Zeit dass jemand repariert.“

Informationen zum Gedicht: Plattfüße

1.973 mal gelesen
(Es hat bisher keiner das Gedicht bewertet)
-
16.06.2011
Das Gedicht darf nur mit einer Erlaubnis des Autoren kopiert oder veröffentlicht werden. Jetzt Anfrage stellen.
Anzeige