Nachts an der Autobahn

Ein Gedicht von Michael Adamitzki
Am Rastplatz an der Autobahn,
da steht ein bunter Caravan.
An der Tür ne rote Lampe,
drinnen sitzt ne alte Schlampe.

Ne Klingel, an der wird geschellt.
Sie öffnet und will erstmal Geld.
Im Wageninnern riecht’s nach Schweiß.
“ich heiße Rita“, sagt sie heiß.

Dann lässt sie ihre Peitsche schwirren.
“Rote Rita, du musst irren.
Du sollst mir nicht den Po verhauen.“
Dies scheint sie nicht ganz zu verdauen.

“Ich will nicht lieben, will nicht küssen,
das solltest du vor allem wissen.
Bin nur dein Mörder und nicht geil.“
Ich leg ihr um den Hals ein Seil.

Sie muss mit ihrem Leben blechen,
dann seh ich ihre Augen brechen.
Gern gäb ich ihr nen guten Rat,
doch denk ich, er kommt viel zu spat.

Informationen zum Gedicht: Nachts an der Autobahn

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27.09.2010
Das Gedicht darf weder kopiert noch veröffentlicht werden.
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