Mein Ende naht wieder mal

Ein Gedicht von Michael Adamitzki
Mein Kopf der schmerzt, ich bin sehr krank,
geh drum ins Bad, da hängt ein Schrank,
darauf ein Kreuz, ganz dunkelrot.
Ich fühl mich kraftlos, fast wie tot.

Den öffne ich und könnte wetten,
verbraucht hat jemand die Tabletten.
Ruf mir ein Taxi und fahr los,
zur Praxis Häberlein und Groß.

Der Doktor schaut mich ratlos an,
dann meint er nur noch: “Junger Mann,
sie leiden an Hypochondrie.“
Das glaubt mir doch mein Schätzchen nie.

Die denkt doch wieder, so wird’s sein,
ich bild mir eine Krankheit ein.
Da wird sie aber Klötzchen staunen,
"Entschuldigung", wird sie leis raunen.

Sie aber lacht mich an, rotzfrech:
“Schätzchen du hast schon ein Pech,
das ist ja schlimmer noch als Husten.“
So hört das Mädel man nur prusten.

Ich hoffe, du wirst’s überleben,
doch kann ich einen Rat dir geben:
Stripp ich für dich, dann schau mir zu,
dann bist du auch gesund im Nu.

Informationen zum Gedicht: Mein Ende naht wieder mal

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22.09.2016
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