Knackis Hasenrücken

Ein Gedicht von Michael Adamitzki
Einen gefüllten Hasenrücken,
braten wir heute zum Entzücken,
für unsere Gäste, das sich's lohne,
mal mit frischen Champignone.
Man braucht dazu Zwiebeln, Rahm und Wein,
ein bisschen Cognac muss auch sein.

Als erstes, so woll’n wir beginnen,
lassen wir das Fett zerrinnen,
dann, soll er euch gut geraten,
wird die gespickte Seit’ gebraten,
aber die vom Hasenrücken,
da musst dich halt am Ofen bücken.

Das Fleisch all Weilchen übergießen,
das werden deine Gäste begrüßen,
mit dem Fett, es muss so sein,
sonst trocknet dir der Braten ein.

Wer am Ofen bei der Hitzen,
ständig schafft, der kommt ins Schwitzen.

Du gönnst dir also, so macht`s Spaß -
ein Schlückchen Wein aus einem Glas.
Eins vom Roten - muss nicht sein,
halbtrocken, ach der schmeckt so fein.
Dabei sich dein Gesicht erhellt,
das Fleisch wird erstmals warm gestellt.

Zwiebeln, klein gehackt, sei dir im klaren,
muss man in etwas Butter garen,
zusammen mit den Champignone,
ein Gläschen Cognac ist da nicht ohne,
doch nur zum Wohle, dem vom Koch,
ins Fett muss Bratensoße noch.

Aufkochen, auch das muss sein,
es reicht solang für 'nen Schluck Wein.
Süßer Rahm, wird zugegeben,
ein Schlückchen Cognac, welch ein Leben.

Da verschieden die Geschmäcker,
kostet der Chefkoch - lecker, lecker,
mit etwas Cognac, etwas Wein,
da schmeckt die Soß besonders fein.



Jetzt werden wir den Has' erlösen,
drum das Fleisch vom Knochen lösen,
schneiden Scheiben daumendick
und schichten es dann so zurück,
das ausschaut als wär’s nur ein Stück.

Geschälte Birnen werden halbiert,
dann sich mit Cognac gratuliert,
das Obst von den Kernen noch befreit,
jetzt ist das Essen fast so weit,
man legt noch eine Preiselbeer,
in die Birne, das ist schwer
oder waren es so zehn,
erst noch 'nen Schnaps, dann wird man sehn.

Vielleicht auch noch ein viertel Wein,
man stellt das Kochen besser ein,
geht nur noch die Hände waschen
und stillt den Hunger aus den Flaschen.

Informationen zum Gedicht: Knackis Hasenrücken

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17.10.2012
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