Feurio

Ein Gedicht von Michael Adamitzki
Wochenlang fehlt jetzt schon Regen,
alles trocken – nur deswegen.
Drum vermeidet offnes Feuer,
sonst wird es vermutlich teuer.
Denn der kleinste Funkenflug,
der ist manches Mal genug.

Dunkel ist’s, wir spielen Karten,
bei nem Gläschen Wein im Garten.
Ich spring auf, ja seh ich richtig?
“Schatzi, was ist denn so wichtig?“
Liebevoll frägt mich die Frau.
“Ja siehst du nix? Schau doch genau!“

Ich wisch mir von der Stirn den Schweiß,
vom vielen rennen ist mir heiß.
“Das nicht alles brennt wie Zunder,
ist es sicherlich kein Wunder,
wenn ich durch den Garten keuch
und die Glühwürmchen verscheuch.“

Da lacht mein Schatz laut: “Lieber Mann,
hab fest gegossen, lass sie an.“

Informationen zum Gedicht: Feurio

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09.06.2011
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