Die dumme Gans

Ein Gedicht von Michael Adamitzki
Ne Hausgans, die des Winters leid,
war, wie man sagt nicht ganz gescheit.
Sie friert erbärmlich, tönt sie laut,
am ganzen Körper “Gänsehaut“,
sie möchte endlich in die Wärme.
Der alte Bauer hört das gerne.

“Wir rupfen dir aus jede Feder,
das Daunen wärmen weiß doch jeder.
Wir machen dir nen Mantel draus,
da siehst super chic drin aus.

Solange du bist aber nackt,
wirst du ins weiße Ding gepackt,
das bei uns in der Küche steht,
die Gans die lächelt, sie versteht.
Sie lächelt nur, fragt nicht warum.
Ich sagte doch, die Gans war dumm.

Informationen zum Gedicht: Die dumme Gans

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28.09.2012
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