Der Teufel und der liebe Gott

Ein Gedicht von Michael Adamitzki
Der Herrgott der schaut recht betroffen,
weil Eden ist für alle offen,
doch niemand scheint's da zu gefallen,
auch nicht in seinen heil 'gen Hallen.

Es drängeln alle nur putzmunter,
zum Teufel in den Orkus runter.
Am Tresen steht dort Luzi Fehr,
im roten Kleid macht die was her.

Sie schenkt aus, so ist die Kunde,
immer wieder eine Runde.
Alles lebt in Saus und Braus,
der Satan gibt heut einen aus.

Der Herrgott meint, so ist es Brauch,
gibt's was umsonst, dann komm ich auch.
Stellt sich verschämt mit in die Reih',
denn das Weißbier ist heut frei.

Informationen zum Gedicht: Der Teufel und der liebe Gott

570 mal gelesen
(Eine Person hat das Gedicht bewertet. Der Durchschnitt beträgt 3,5 von 5 Sternen)
1
26.03.2016
Das Gedicht darf nur mit einer Erlaubnis des Autoren kopiert oder veröffentlicht werden. Jetzt Anfrage stellen.
Anzeige