Alptraum

Ein Gedicht von Michael Adamitzki
Alptraum

Ich träumt ganz tief am Waldesrand,
von einer Fee, als die mich fand.
Sie schaut fesch aus in ihrer Tracht,
als wär sie grad für mich gemacht.

Sie sagte kurz und knapp nur: “Hi,
du hast bei mir nen Wunsch heut frei.“
“Tatsächlich ich, ach nö, ja doch.“
“Sag, siehst du einen andern noch?“

“Ein Wunsch, er quält mich schon sehr lang,
doch ihn zu äußern, bin ich bang.“
„Nimm halt zusamm` den ganzen Mut.“
Da meint ich nur noch: “Also gut,
ich hoffe du kannst es verstehn,
er sollte bis zum Boden gehen.“

“Ein Schniedel der zur Erde reicht,
mein Gott, du machst es mir sehr leicht.
Sie kreiselt mit dem Stab herum,
da schaut ich erst vor Ehrfurcht stumm.

Dann erstarrt ich, weil die Kleine,
mir genommen hat die Beine.
Bin schweißgebadet aufgewacht
hör grad noch wie der Teufel lacht.

Informationen zum Gedicht: Alptraum

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09.01.2016
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