das raunen erlauschen

Ein Gedicht von marmotier
wir müssen vom leben sagen,
von dem, wie im dunkel es bricht,
in freude und tiefem wehklagen
erlauschen, was nimmermehr spricht.

wir müssen zu deuten wagen
all das, was nicht deutbar ist,
des meeres rufen ertragen
wie schilf, wenn der wind es küsst.

die rose will in uns sich neigen,
wenn unser blick sie liebkost.
sonst muss für immer sie schweigen.
dann bliebe die welt ohne trost.

wenn wir wie die kinder staunen
und alles uns wird wie ein traum,
dann ahnen wir dieses raunen
bis oben im sternenraum.


Copyright © Marmotier 2013

Informationen zum Gedicht: das raunen erlauschen

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20.06.2013
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