das kind ist krank

Ein Gedicht von marmotier
der wind ging einst nach hause
und wollte nicht mehr wehn.
er brauchte eine pause,
war krank, man konnt es sehn.

"was bin ich stets in eile?"
hauchte er jämmerlich.
"heut ruh ich eine weile
und denke nur an mich."

ganz ähnlich ging's dem regen,
der fiel nun auch nicht mehr.
er musste sich jetzt pflegen
und hustete schon sehr.

doch dafür schien die sonne
ganz hell und wunderschön.
kein wölkchen war, oh wonne,
am himmel mehr zu sehn.

wie freute das die blümchen!
sie blühten kunterbunt.
und tausend kleine bienchen
assen sich kugelrund.

der wind und auch der regen,
die sahen aus dem haus.
wie herrlich war das leben!
dann schliefen sie sich aus.

auch du, mein krankes kindchen,
schläfst nun in deinen traum,
nur ein paar kurze stündchen
zum nächsten purzelbaum.

denn draussen in dem garten,
da geht es morgen rund,
weil alle auf dich warten.
jetzt schlafe dich gesund!


Copyright © Marmotier 2013

Informationen zum Gedicht: das kind ist krank

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13.10.2013
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