Ein stilles Wort

Ein Gedicht von Marcel Strömer
Die Sonne träumt mir in die Augen,
die Himmelfäden nähn mich zu.
Ich bin wie Fisch an deinem Haken
und finde weder Rast noch find ich Ruh.

Ich spüre dich und unsere Nähe,
und frage mich, wohin sie führt.
Ein Teil von mir erkennt dein Wesen,
das sanft mein Fremdsein tief berührt.

Doch Schatten folgen meinen Schritten,
ich trag die Nacht von Ort zu Ort.
Was tief aus mir noch nie gesprochen,
find ich in deinem ungestillten Wort.

Wie jener Funken, der nie glühte,
erlischt und sinkt in mich hinein.
wie Spiegelblicke, die ich niemals fühle,
lässt mich und dich noch fremder sein.

Vielleicht war ich mir selbst zu ferne,
vielleicht warst du mir immer nah.
Auf all den Wegen meines Lebens,
Vielleicht der Traum, den ich nicht sah.


© Marcel Strömer
[Magdeburg, 13.07.2026]

Informationen zum Gedicht: Ein stilles Wort

13.07.2026
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